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Reportage "Arbeiten im Ausland" (Arbeiten in der Schweiz)

Arbeiten in der Schweiz

Jahre hinweg scheint das Image der Schweizer scheint immer gleich geblieben zu sein: Leicht verschrobene, langsam sprechende und denkende, biedere Geldsäcke wachen darüber, dass kein Ausländer in ihre Kantone eindringt und auch nur einen Franken aus ihrem sauberen Ländchen über die Grenze rettet.

 

 

Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren speziell durch die hohe Banken- und Versicherungspräsenz zu einem modernen Staat mit stabiler Wirtschaft entwickelt. Die Finanzbranche erfordert eine internationale Ausrichtung und zieht eine zunehmende Zahl von ausländischen Arbeitnehmern an. Wie überall weltweit, werden auch hier vorwiegend hoch qualifizierte Fachkräfte gesucht, die branchenspezifisch zum Einsatz kommen.

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"EU-Gastarbeiter" sind speziell bei Finanzdienstleistern, in der IT-Branche und im Bereich von Hotellerie und Gastronomie immer öfter willkommenes Personal – zumindest dann, wenn kein anderer Schweizer mit ähnlicher Qualifikation aufwarten kann. Gute Arbeitschancen bestehen auch in der Metallindustrie, im Maschinenbau, bei der Herstellung von Präzisionsinstrumenten und in der Uhrenindustrie, in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie in der chemisch-pharmazeutischen Industrie.

Bedingt durch die Belebung des Weltmarkt hält, in der Schweiz, die wirtschaftliche Erholung an. Insbesondere die Schweizer Exportwirtschaft profitiert von der Nachfragesteigerung. Das reale Bruttoinlandsprodukt liegt im Jahresdurchschnitt bei 1,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt im Jahresverlauf zwischen 3,6 und 3,8 Prozent. Bemerkenswert sind sowohl die Erwerbsquote der 55-64-Jährigen (67,3 Prozent), als leider auch die hohe Arbeitslosenquote der 20 bis 24-Jährigen (5,4 Prozent).

Obwohl die Arbeitslosenquote im Vergleich zu vielen andern hoch entwickelten Volkswirtschaften niedrig ist, hat die strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz zugenommen. Ausschlaggebend dafür sind ein Zuwachs an ausländischen Erwerbstätigen, eine höhere Erwerbstätigkeit von Frauen und ein Anstieg der Qualitätsanforderungen von Seiten der Arbeitgeber.

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Über 100.000 Deutsche arbeiten bereits in der Schweiz, und für viele andere ist der Reiz groß, sich ebenfalls nach Arbeit in dem schönen Alpenland umzuschauen. Das Abkommen über die Personenfreizügigkeit zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sorgt seit 1991 dafür, dass Selbständige, Arbeitnehmer, Studenten, Rentner und andere nicht erwerbstätige Personen sowie nachzugsberechtigte Familienangehörige die gleichen Rechte in der Schweiz wie in anderen EU-Mitgliedstaaten genießen.

 

 
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