Reportage "Arbeiten im Ausland" (Arbeiten in Östereich)
Viele Deutsche träumen davon, in die "Große weite Welt" zu ziehen, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nur wenige wagen allerdings diesen Schritt. Mit dem Umzug ins Ausland sind ein großer persönlicher Aufwand und oft auch ein erhebliches finanzielles Risiko verbunden.
Folgende Unabwägbarkeiten lassen selbst eingefleischte Job-Nomaden vor dem Schritt ins Traumland zurückschrecken: Die Jobsuche im Ausland gestaltet sich unübersichtlich angesichts des neuen Terrains und der unbekannten Medienlandschaft.
Zudem ist die Sprachbarriere ist oftmals nicht nur hinderlich bei Jobsuche und Bewerbung, sondern auch am Arbeitsplatz. Pauken ist also angesagt. Die Anreise zu eventuellen Vorstellungsgesprächen geht ins Geld, und davon haben die meisten leider nicht genug.
Ferner wird ein Umzug an den neuen Arbeitsort nicht immer vom ausländischen Arbeitgeber übernommen und kann daher hohe Kosten verursachen. Berufliche und private Kontakte in der alten Heimat müssen aufgegeben werden. Der internationale Arbeitsmarkt ist hart umkämpft: Klappt's im Job nicht gleich von Anfang an, machen viele Arbeitgeber einen Rückzieher, wählen doch lieber einen Einheimischen und man steht wieder auf der Straße.
Große Distanzen zwischen der alten Heimat und dem neuen Arbeitsplatz im Traumland erleichtern die Entscheidung für den Auslandsaufenthalt nicht gerade. So siegt bei den meisten Abenteurern am Ende doch die Vernunft. Nach dem Motto "warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah" bleibt man im Land und gibt sich zufrieden mit dem, was man hat.
Wer nicht gleich 'bis ans Ende der Welt' für einen Job gehen möchte, aber trotzdem Deutschland den Rücken kehren will, sollte sich einmal gründlich bei unseren österreichischen Nachbarn umschauen. Hier wird nicht nur gejodelt und Urlaub gemacht, sondern auch so richtig rangeklotzt. Konjunkturschwäche und steigende Arbeitslosigkeit sind leider auch in Österreich keine Fremdworte.
Die in Österreich tätigen Unternehmen leiden unter der weltweiten anhaltenden Nachfrageschwäche. Das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2004 liegt dabei knapp unter 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt momentan cirka 6,5 Prozent. Beschäftigungszuwachs wird es voraussichtlich im Dienstleistungssektor geben. Gute Beschäftigungsvoraussetzungen sind derzeit in Oberösterreich gegeben.


