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Reportage "Arbeiten im Ausland" (Arbeiten in Italien)

Arbeiten in der Schweiz

Italien übt immer noch einen riesigen Anreiz auf uns Deutsche aus. Viele würden lieber heute als morgen ihre Koffer packen und eine Weile dort leben. Aber ohne Moos ist bekanntlich nichts los. Wie aber als deutscher 'Arbeitstourist' an Geld und Arbeit kommen – in einem Land, in dem man doch eigentlich am liebsten dem nur an dolce far niente frönen würde?

 

 

 

Einige Vorkenntnisse in Sachen Sprache, Landeskunde sowie ein gewisses Faible für die Mentalität der Italiener sind dafür schon notwendig. Um sich in Italien über Wasser zu halten und um Land und Leute ausgiebig kennen zu lernen, mischt man sich am besten direkt unter das Volk.

Wie in den meisten europäischen Ländern, gibt es auch in Italien einen Mangel an Fachkräften und Facharbeitern. Dieser besteht überwiegend in den Bereichen Informationstechnologie, Erziehung und Bildung. Die Gastronomie und Hotellerie bietet zahlreiche Saisonjobs für junge Leute, die harte Arbeit nicht scheuen. Im Norden des Landes suchen darüber hinaus Call Center nach deutschsprachigem Personal.

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In vielen Branchen sind zudem ausländische Arbeitskräfte gefragt, die sehr gut englisch sprechen. Die meisten Italiener müssen in dieser Hinsicht nämlich immer noch passen. In welcher Branche auch immer man unterkommen möchte – das Beherrschen der italienischen Sprache ist für die Arbeitsaufnahme in Italien in jedem Fall von großem Vorteil. Denn lediglich in Südtirol können Sie davon ausgehen, dass Sie überall auf Italiener mit deutschen Sprachkenntnissen treffen.

Italiens Wirtschaft ist nach wie vor durch ein starkes Nord-Süd-Gefälle gekennzeichnet. Im industrialisierten Norden sieht es dabei bedeutend besser aus als im Süden. Dort herrscht mit circa 20 Prozent eine hohe Arbeitslosigkeit. Falls Sie also über einen Arbeitsaufenthalt in Italien nachdenken, konzentrieren Sie sich bei Ihrer Jobsuche besser auf den Norden und das Zentrum des Landes. Fast zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten mittlerweile im Dienstleistungssektor – hier ist der Tourismus von besonderer Bedeutung.

Nach Angaben des nationalen Statistik-Istituts Istat in Rom hat auch die italienische, ähnlich der deutschen, Konjunktur im vierten Quartal 2006 einen Sprung gemacht: und zwar um ganze 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Auf Quartalsbasis ist dies der stärkste Wachstumssprung der italienischen Volkswirtschaft seit dem vierten Quartal 1999. Erstmals wächst damit die italienische Wirtschaft damit wieder schneller als die deutsche, die immerhin im letzten Quartal 2006 ebenfalls um 0,9 Prozent gewachsen ist, wie das statistische Bundesamt in Wiesbanden bekanntgab.

Für das Gesamtjahr 2006 bedeutet der steile Anstieg in 04/2006 ein Gesamtwachtum von glatten zwei Prozent für die italienische Volkswirtschaft. Im Vorjahr hatte die italienische Wirtschaft einzig um 0,1 Prozent im letzten Quartal zulegen können. Auf Gesamtjahresbasis gerechnet bedeutet das italienische Waschtum im letzten Quartal einen Anstieg von 2,9 Prozent; das deutsche Wachstum würde sich annualisiert im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 3,5 Prozent belaufen. (mso)

Die Landwirtschaft, die 65 Prozent der Gesamtfläche beansprucht, beschäftigt 7,4 Prozent der Erwerbstätigen und trägt 2,9 Prozent zum Bruttoinlandprodukt bei. Angebaut werden Weizen, Mais, Gerste und Gemüse. Darüber hinaus ist Italien mit Frankreich der weltweit führende Produzent von Wein und, nach Spanien, der weltweit größte Produzent von Olivenöl.

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Kennzeichnend für die italienische Wirtschaftsstruktur: Die Zahl kleiner und mittlerer Unternehmen ist überdurchschnittlich groß. Sie besitzen häufig genau die Dynamik und Innovationskraft, die den großen Konzernen fehlt. Vor allem der Fakt, dass einige Großunternehmen bisher ganz oder teilweise in Staatsbesitz waren, beeinträchtigte deren Handlungsfähigkeit ganz erheblich. Mittlerweile hat jedoch der Rückzug des Staates aus der Wirtschaft eingesetzt.

 

 

 
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