Reportage "Arbeiten im Ausland" (Arbeiten in Holland)
Die Praxis
Generell hat das große Ballungsgebiet im Südwesten des Landes wirtschaftlich die größte Bedeutung. Deutschland ist seit Jahren der mit Abstand größte Handelspartner der Niederlande. Gesucht werden vor allem mittlere Führungskräfte und Spezialisten im technischen Sektor. Betroffen sind vor allem die Bereiche Metall, Elektronik und Elektrotechnik, Bau- und Baunebengewerbe, die Hotel- und Gaststättenbranche sowie der medizinische Sektor. Jobs gibt es außerdem für IT-Fachkräfte, Ingenieure, Ärzte und Lehrer.
Die drei wichtigsten internationalen Handelsunternehmen sind Ahold, SHV Holdings und Hagemeyer. Auch bei niederländischen Industrieunternehmen wie Unilever, Philips, Akzo Nobel und Shell entfällt ein großer Teil der Aktivitäten auf den Handel. Die niederländischen Transportunternehmen haben sich vor allem um den Flughafen Schiphol und den Rotterdamer Hafen angesiedelt. Zu den wichtigsten Transportunternehmen gehören die KLM Royal Dutch Airlines, Nedlloyd, Frans Maas und Smit International.
Die Tiefbauunternehmen Boskalis, HAM und Ballast Nedam sind mehr im Ausland als in den Niederlanden aktiv. Auf dem Gebiet der Tele- und Datenkommunikation ist die KPN Nederland im Rahmen vieler internationaler Kooperationsverbände auf verschiedenen Auslandsmärkten vertreten.
Bei Unternehmen, Universitäten und Instituten sind über 60.000 Forscher beschäftigt. Pro Jahr fließen 4,6 Milliarden Euro in die Forschung. Damit dürfte unser Nachbar im Westen auch für arbeitsuchende Akademiker aus Deutschland höchst interessant sein. Für eine Arbeitsaufnahme benötigt der Jobsucher zusätzlich eine Steuernummer (SoFi-Nummer), die er beim niederländischen Finanzamt erhält. Übrigens Holländische Arbeitgeber führen Vorstellungsgespräche gerne am Telefon durch, besonders wenn es sich um das erste Gespräch handelt. Sie sollten also mit der Sprache vertraut sein. Englisch wird in einigen Fällen auch akzeptiert.
Quelle: Niederländisches Ministerium für Außenhandel


